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Die Bundeskanzlerin in Aachen

Die Bundeskanzlerin informiert sich in Aachen über SWITCH -
Angela Merkel: Modellprojekt SWITCH soll Schule machen in Deutschland

 

2011 wurde SWITCH von der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen gemeinsam mit dem unserem Berufskolleg und der IHK-Aachen als Modellprojekt ins Leben gerufen. Seitdem haben an unserer Schule rund 100 angehende Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker den schulischen Teil Ihrer Ausbildung absolviert. Nach zahlreichen Auszeichnungen von SWITCH stellt der Besuch der Kanzlerin in Aachen nun einen neuen Höhepunkt dar.

 

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sieht in SWITCH ein Modell, das „im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen und typisch werden sollte für die Bundesrepublik Deutschland“. Sie besuchte am 17.04.2015  gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka das Unternehmen „ComConsult Kommunikationstechnik“ in der Aachener Pascalstraße, um sich vor Ort ein Bild zu machen von den Möglichkeiten, die Studienabbrecher als Auszubildende erhalten.

 

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Fotograf: Andreas Herrmann/Stadt Aachen 

 

Dort haben bereits sieben ehemalige Studierende eine verkürzte Ausbildung absolviert, wobei wir als Berufskolleg den schulischen Teil der Ausbildung zum Fachinformatiker geleistet haben. „Wir als Unternehmen profitieren sehr von den Auszubildenden, die wir über SWITCH erhalten haben.“, erläuterte Stefan Rolf, Geschäftsführer des IT-Unternehmens aus der Pascalstraße.

 

Die Bundeskanzlerin möchte „flächendeckend dafür werben, dass solche Modelle Realität werden.“ Schritt für Schritt müsse es zur Normalität werden, dass „für Menschen, die ihr Studium begonnen haben und nicht abschließen konnten, die Möglichkeit einer verkürzten Berufsausbildung besteht.“ Die Bundeskanzlerin sagte hierzu: „Vorbildlich in Aachen ist, dass die Institutionen alle zusammenarbeiten: die Stadt, die Hochschulen, die Industrie- und Handelskammer, das Handwerk, die Bundesagentur für Arbeit, das Berufskolleg und die Berufsschulen, die sich auf ganz neue Lehrpläne einstellen müssen. Dieses Beispiel soll im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen und typisch werden für die Bundesrepublik Deutschland. Aachen ist mit seinem Hochschulstandort ein ganz besonders geeignetes Beispiel. Viele können davon noch lernen."

 

Oberbürgermeister Marcel Philipp erläuterte, dass seit 2011 bereits 170 Studienabbrecher im Rahmen von „SWITCH“ an Unternehmen aus der Region Aachen als Auszubildende vermittelt werden konnten. Damit leiste man einen wichtigen Beitrag, um den Fachkräftemangel zu verringern. Der OB zeigte sich sehr erfreut über den Besuch der Kanzlerin und die Wertschätzung für das Aachener Modellprojekt: „Wir konnten damals nicht ahnen, welche positiven Wirkungen es erzielen würde.“  Das Projekt wird mit verschiedenen Partnern umgesetzt, unter anderem den Hochschulen, der Industrie- und Handelskammer, dem Handwerk und unserem Berufskolleg.

 

Der Besuch von Bundeskanzlerin Merkel und Bundesbildungsministerin Wanka in Aachen steht auch in Zusammenhang mit einer Förderzusage, die das Aachener Modellprojekt von der Bundesregierung vor kurzem erhalten hat: SWITCH wird damit zur Full-Service-Agentur für Studienabbrecher/innen ausgebaut, unabhängig von Studienfächern und Ausbildungsberufen. Bisher wurden vor allem technische und mathematisch-naturwissenschaftliche Studienfächer berücksichtigt.

 

Die Bundeskanzlerin machte sich bei ihrem Besuch ein sehr umfassendes Bild von dem Projekt, dem Unternehmen und der persönlichen Situation der Auszubildenden. Sie stellte gezielte Fragen zu den Inhalten der Ausbildung und nahm Verbesserungsvorschläge der „Azubis“ mit auf den Weg.

 

Ansprechpartner am Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung

Markus Weißenbach, Leiter IT-Berufe, markus.weissenbach@bwv-aachen.de

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